Wir alle haben uns von den wunderbaren intelligenten Schuhen von Marty McFly in ‘Zurück in die Zukunft II’ verzaubern lassen; und von der Jacke, die sich selber trocknet und die Form desjenigen annimmt, der sie trägt, sowieso. Das alles gehört im Moment noch der Science Fiction an, wobei Unternehmer der ganzen Welt bereits dabei sind, derartige Produkte endlich in die Realität umzusetzen. Und sie sind auf dem richtigen Weg.
Wir haben bisher bereits eine Hand voll Waerables gesehen, die versuchen, in unserem Alltag ihren Platz finden. Es ist gutmöglich, dass sie dies in naher Zukunft schaffen, denn jedes Mal werden mehr Kleidungsstücke, die sowohl mit dem Internet, als auch mit uns selbst verbunden sind, entwickelt.
Von Kopf bis Fuß
So waren die Sportschuhe zum Beispiel eine der ersten Modeartikel, die Hard- und Software in unser Training integriert haben. Noch vor einigen Jahren waren sie eine Besonderheit für die größten Liebhaber der Technologie unter uns, heute ist es bereits zu Normalität geworden, unsere tägliche Aktivität mit solchen Schuhen über kleine Bildschirme zu verfolgen. Im Normalfall sind die über eine App mit unserem Smartphone verbunden.
Dieses Modell ist in einer Vielzahl von intelligenten Modeprodukten wiederzufinden, die eine App benötigen, um richtig zu funktionieren. Das ergibt Sinn: Das Gerät sammelt die nötigen Daten, wobei die App uns diese geordnet und im richtigen Kontext anzeigt.
Das Ganze geht jedoch über die Anzahl der Kilometer, die du gelaufen bist, die Zeit und den Kalorienverbrauch hinaus. Auf fortgeschrittenem Niveau dienen die intelligenten Sportschuhe und Sohlen zur Messung deiner Laufart, ein Schlüsselkonzept, um die Leistungsfähigkeit in zahlreichen Sportarten zu verbessern.
„Die intelligente Kleidung in unserem Business hat viele verschiedene Funktionen. Dass etwas so Alltägliches wie ein Kleidungsstück uns nützliche Anwendungen bietet, kann uns dabei helfen, bestimmte Aufgaben quasi ohne großen Aufwand zu erledigen, die uns sonst viel Zeit kosten würden.“ So erklären es die Gründer des Startups Zerintia Technologies, wo der Unternehmer Pedro Diezma seit Jahren diese Art von Kleidung entwickelt.
Hemden, Gürtel, Uhren, Unterwäsche, Brillen…Die Grenze, die ein Wearable von einem normalen Kleidungsstück trennt, wird immer durchsichtiger. Jedoch sind intelligente Kleidungsstücke nicht nur solche, die mit uns verbunden sind.
Neue Materialien, neue Möglichkeiten
Die auf Mode angewandte Technik geht über Software hinaus und steht außerdem im engen Zusammenhang mit den neuen Materialien, die mehr und mehr hergestellt werden, oder auch mit den verschiedenen Funktionalitäten der Designs, die auf wissenschaftlichen Untersuchungen basieren. Denn ja, es existieren auch intelligente Hosen, die dabei helfen, das gesamte Körpergewicht zu verteilen. Oder thermische T-Shirts, die dazu dienen, Wärme abzustoßen oder am Körper zu behalten.
In den letzten Monaten zieht vor allem ein Stoff, der in der Lage ist, Wasser zu 100% abzustoßen, die Aufmerksamkeit auf sich. Das ist keine leichte Aufgabe, weshalb Wissenschaftler der Universität Rochester auch einige Zeit gebraucht haben, diesen zu entwickeln. Mit Nanostrukturen haben sie schließlich erreicht, dass das Wasser im wahrsten Sinne des Wortes von dem Material abprallt.
Das Geschäft rund um intelligente Kleidung ist gerade dabei, groß zu werden. Vielleicht werden wir uns in einigen Jahren nicht nur die Kleidung in der richtigen Größe, sondern auch mit der richtigen Software aussuchen…
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Michael García
15/06/2017 0 0 0