IKT- und Unternehmerblog

Grund- und Schlüsselwissen zur Gründung eines IKT-Unternehmens: Management Training und wie man aus Fehlern lernen kann

Grund- und Schlüsselwissen zur Gründung eines IKT-Unternehmens:  Management Training und wie man aus Fehlern lernen kann

Bist du an der Gründung deines eigenen IKT-Unternehmens interessiert? Weißt du, welche Schritte du bei der Gründung eines Unternehmens gehen musst?  Mit FACE Entrepreneurship und den Tipps und Ratschlägen von Frank Janssen werden wir dir auf dem Weg zur IKT-Unternehmensgründung helfen.

 

 

Frank Janssen ist Professor für Unternehmertum an der Louvain School of Management der Université Catholique de Louvain (UCL); Des Weiteren ist er Academic Coordinator of the Interdisciplinary Program of Business Creation (CPME) an der UCL und Mitglied des Centre for Research on Entrepreneurial Change and Innovative Strategies (CRECIS).

Janssen ist Sprecher für Management und Unternehmertum der Université Catholique de Louvain und hat außerdem 8 Jahre als Anwalt gearbeitet.

Unser heutiger Protagonist hat zahlreiche Artikel über Unternehmertum in internationalen wissenschaftlichen Zeitschriften wie Entrepreneruship Theory & Practice, Entrepreneurship und Regional Development und la Revue Internationale PME veröffentlicht.

Spezifische Bildung hinsichtlich der Gründung neuer IKT-Unternehmen 

Nach Meinung des Professors ist eine spezifische Bildung hinsichtlich der Gründung eines Unternehmens von entscheidender Bedeutung, was u.a. Grund für seine derzeitige Berufswahl ist. 

Einen Master oder MBA zu studieren ist hilfreich, jedoch ist es wichtig zu wissen, wie man den MBA, der sich letztendlich an der Gründung eines Unternehmens orientiert, auswählt. 

Damit ein Projekt problemlos und erfolgreich abläuft, sind zusätzliche Fähigkeiten erforderlich, besonders für Unternehmen, die neue Technologien verwenden und somit neue berufliche Profile fordern. 

Charakteristika neuer Unternehmer und IKT- Unternehmen 

Als Professor hat Frank Janssen täglich mit jungen Leuten zu tun, die entweder an der Gründung eines IKT-Unternehmens beteiligt sind oder sogar darüber nachdenken, ihr eigenes, ein Startup also, zu gründen.

Janssen erklärt, dass es seiner Meinung nach nicht das eine richtige Unternehmerprofil gibt. Vielmehr gibt er zu verstehen, dass in den 70er und 80er Jahren zahlreiche psychologische Studien durchgeführt worden sind, um genau das zu erarbeiten, keine aber in der Lage war, eine entscheidende Schlussfolgerung zu ziehen. 

Unternehmertum als kulturelles Konzept

Der Professor hält den kulturelle Aspekt im Allgemeinen für sehr wichtig, fügt aber hinzu, dass zwischen Ländern und sogar zwischen bestimmten Regionen große Unterschiede in der Wahrnehmung seitens der Bevölkerung und der Art und Weise, wie die Presse mit Unternehmertum umgehe, bestünden. 

In Belgien habe sich die allgemeine Wahrnehmung hinsichtlich unternehmerischer Aktivitäten zwar merklich verbessert, jedoch nicht so sehr, wie es sich Experten wünschten. In bestimmten Ländern wie Belgien und Frankreich würden einige traditionelle Werte, wie beispielsweise Eigeninitiative, nicht immer positiv betrachtet.

Wodurch unterscheidet sich der IKT-Sektor?

Janssen erklärt, dass zwar viele Gemeinsamkeiten bei der Gründung eines jeden Unternehmens bestünden, speziell IKT-Startups jedoch keine hohen Initialinvestitionen benötigten, auch wenn es richtig sei, dass sie wesentliches Engagement bei der Suche nach Kunden erforderten.

Als Faustregel gilt, dass die größten von IKT-Unternehmern begangenen Fehler mit der Qualität des Managements zusammenhängen, und zwar aus dem einfachen Grund, dass sie wegen ihres beruflichen Feldes eher mit der technischen Entwicklung ihres Produktes oder ihrer Dienstleistung vertraut sind. Auch wenn Fälle des Misserfolges von jedem Unternehmer einzeln abhängig sind, gibt es keine gemeinsame Ursache für Misserfolg.

Janssen beschreibt, wie er in seinen Seminaren mit den Studenten an der Fähigkeit arbeitet, sich von Misserfolgen als Unternehmer zu erholen und zu neuen Projekten und Risiken zu motivieren. Er zeigt auf, dass Misserfolge oft mit gängiger sozialer Stigmatisierung zusammenhängen. In diesen Fällen wird Angst häufig durch die Schwierigkeit, Kunden zu überzeugen, das Vertrauen von Investoren zurückzugewinnen und den verlorenen guten Ruf wiederherzustellen, hervorgerufen.

Die Anerkennung des Scheiterns als natürlicher Bestandteil des Prozesses ist stark von der Kultur abhängig; in den USA und in England etwa sind Fehler beim Gründen eines Unternehmens kein bestimmender Faktor in der beruflichen Laufbahn eines Unternehmers. Fehler zu machen wird als Lernprozess angesehen. 

Wenn du gerade dein eigenes IKT-Unternehmen gründest und deine Bedenken mit anderen jungen Unternehmern aus Europa teilen und Rat von Experten dieses Feldes wie Frank Janssen erhalten möchtest, werde FACEr!

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