IKT- und Unternehmerblog

Die Angst zu scheitern gehört zum Prozess IKT-Unternehmertum dazu

Die Angst zu scheitern gehört zum Prozess IKT-Unternehmertum dazu

Die Angst vor dem Scheitern ist eines der Hauptabschreckungsmittel für IKT-Unternehmer in Europa und gleichzeitig eine der möglichen Folgen eines jeden Prozesses. Aus diesem Grund hat sich FACE Entrepreneurship der Herausforderung angenommen, Misserfolg als natürlichen und unabdinglichen Bestandteil eines jeden Entwicklungsprozesses anzusehen undso Bildung und Weiterentwicklung im Bereich IKT-Unternehmertumzu verbessern.

Das FACE (Failure Aversion Change in Europe) Projekt hat zum Ziel, mithilfe einer Marketing und Kommunikationskampagne IKT-Unternehmertum und Risikobereitschaft in EU-Mitgliedsstaaten zu fördern. FACE möchte die Wahrnehmung, die viele Europäer von Misserfolg insbesondere bezüglich der Gründung eines IKT-Unternehmens haben, verändern. FACE Entrepreneurship nimmt die Herausforderung an, angehenden Unternehmern dabei zu helfen, sich diesen Ängsten zu stellen und sie zu überwinden.

 

The perception of the fear of failure

 

Ängste im Zusammenhang mit IKT-Unternehmertum

FACE Entrepreneurship hat eine DELPHI-STUDIE entwickelt, die die größten Ängste eines Unternehmers erkennen sowie deren Ursachen, Konsequenzen und die besten Wege, diese zu überwinden,  herausarbeiten soll.  

Die Studie wurde von Dr. Jan Brinckmann, Professor für Unternehmertum an der ESADE Business School und Mitglied des Fachbeirats von FACE Entrepreneurship, durchgeführt. An der Studie haben Mentoren und Investoren aus der gesamten Europäischen Union teilgenommen

Die erste Runde der Studie hat ergeben, dass die Hauptzweifel und Unsicherheiten bezüglich der Angst zu scheitern, die das IKT-Unternehmertum betreffen, folgende sind:

 

  • Finanzielle Ängste- Die Angst, Bankrottund Pleitezu gehen und/oder obdachlos zu werden oder nicht in der Lage zu sein, diebenötigten finanziellen Mittel zu beschaffen, um das Projekt am Laufen zu halten.
  • Berufliche Karriereängste- Die Angst, dass eine vorherige berufliche Karriere zu Ende gehen könnte und dass die bisherigen Bemühungen hinsichtlich Bildung und Arbeit umsonst waren.
  • Kompetenzängste- Die Angst, keine ausreichenden Kenntnisse für ein Startup-Projekt und Kontakte zu Experten zu haben, sowie die Angst, sich alleine zu fühlen und nicht weiterzuwissen.
  • Persönliche Freiheitsängste- Die Angst, Freizeit für Familie, Freunde und Hobbies aufgrund des Zeitaufwandes und der Anstrengung, die die Gründung eines Startups erfordert, aufgeben zu müssen.
  • Ängste bezüglich der sozialen Wahrnehmung- Die Angst, Andere könnten die Idee für verrückt halten und an dem angehenden Unternehmer zweifeln oder sich gar über ihn lustig machen. Dies schließt auch die Angst mit ein, dass wenn das Projekt scheitern sollte, der Unternehmer selbst für immer gescheitert ist und keine Möglichkeiten mehr für die Zukunft hat.
  •  Ängste der Selbstwahrnehmung- Die Angst vor Selbstzweifeln und Mangel an Selbstbewusstsein, um das Projekt zu leiten. Eine weitere Seite dieser Angst ist, dass der Unternehmer sich selbst als Versager sehen könnte, was wiederum langfristige, psychologische Folgen haben könnte.
  • Die Angst, alles zu verlieren- Eine Kombination aller bisher genannten Ängsten.

 

Die Studie konnte bestimmte Faktoren bestimmen, die den Grad an Zweifeln, die ein Unternehmer hat, steigern können. Ein Beispiel dafür wäre, dass, wenn ein Unternehmer kurz zuvor Erfolg erlebt hat, somit auch mehr zu verlieren hätte, sollte er ein eigenes Unternehmen gründen. Andererseits zeigt dies auch, dass vorhergegangener Erfolg ein finanzielles Polster oder Auffangnetz gewährleistet, durch das sich der Unternehmer sicherer fühlt, wenn er ein Risiko eingeht.

Ein weiterer Aspekt, der die Angst zu scheitern steigern kann, ist das Alter. Junge Unternehmer treten Businessprojekten tendenziell gelassener entgegen, weil sie das Gefühl haben, weniger zu verlieren zu haben. Allerdings müssen sie auch mit ihrer fehlenden Erfahrung und ihrem Mangel an Kenntnissen umzugehen wissen.

Es gibt noch viele weitere Gründe, die die Angst zu scheitern beeinflussen und steigern können. Im Laufe des Projektes FACE Entrepreneurship werden diese anhand einer Reihe von Inhalten und Aktivitäten weiter thematisiert.

Der wahre Wert der Angst zu scheitern

Im Laufe der Studie kam außerdem eine interessante Frage auf: Können Ängste lediglich negative Konsequenzen tragen? Die Antwort darauf lautet „Nein“. Die Experten haben klargestellt, dass Angst einem Unternehmer das Gefühl zur Dringlichkeit, härter zu arbeiten sowie das Gefühl, aus ihren Fehlern lernen zu können, geben kann.

Aus diesem Grund konzentriert sich FACE Entrepreneurship darauf, die Auffassung, Ängste seien lediglich negativen Charakters, zu verändern; Die Angst zu scheitern gehört zur Entwicklung eines jeden Projektes fest dazu, der Unterschied besteht lediglich darin, wie die Unternehmer damit umgehen.

Die Studie hat gezeigt, dassangehende Unternehmer am ehesten von realen Beispielenhinsichtlich Angst und Misserfolg sowie von Erfolgsgeschichten anderer erfahrener Unternehmer profitieren. Deshalb engagieren wir uns dafür, solche Erfahrungen zusammenzutragen und mit unseren FACErnin on- und offline Aktivitäten zu teilen.

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