IKT- und Unternehmerblog

Der aktuelle Stand unternehmerischer Tätigkeiten in Europa

Der aktuelle Stand unternehmerischer Tätigkeiten in Europa

 

Ergebnisse des Globalen Entrepreneurship Monitors 2014 (GEM 2014)

 

Der Globale Entrepreneurship Monitor (GEM) ist eine von verschiedenen Stellvertretern im Ökosystem Unternehmertum durchgeführte Studie. Seit 1999 sammelt, analysiert und interpretiert der GEM Daten aus siebzig Ländern, um eine Weltkarte bezüglich der Entwicklung von Unternehmertum aufzustellen.

Die Analyse definiert die Fähigkeit von Einzelpersonen, im wirtschaftlichen Umfeld ihrer Länder und international zu handeln, wie es in Richtlinien und Tendenzen, die in den jeweiligen Volkswirtschaften vorherrschend sind, beschrieben wird. Er gibt eine Einschätzung darüber, ob die Komponenten des Sozialsystems die unternehmerische Aktivität einer Volkswirtschaft begünstigen oder hinderlich für diese sind.

 

Results of the Global Entrepreneurship Monitor 2014

 

GEM Indikatoren

Der GEM basiert auf 3 Indikatoren zur Bestimmung unternehmerischer Aktivität.

  • Total Early-stage Entrepreneurial Activity (TEA): Der prozentuale Anteil an Personen zwischen 18 und 64 Jahren, die entweder Nascent Entrepreneurs ("werdende Unternehmer") oder Besitzer junger Unternehmen sind.

  • Entrepreneurial Employee Activity (EEA): Bezeichnet die Quote der unternehmerischen Aktivität seitens der Mitarbeiter, wie beispielsweise die Markteinführung neuer Güter oder Dienstleistungen, die Gründung  eines neuen Geschäftsbereiches, einer Einrichtung oder einer Tochtergesellschaft.

  • Social Entrepreneural Activity (SEA): Ist die Quote der Personen, die an unternehmerischen Tätigkeiten mit gesellschaftlichen Absichten beteiligt sind.

 

      Die Weltwirtschaften können in drei Kategorien eingeteilt werden:

  • Fakorbasierte Wirtschaften

  • Effizienzbasierte Wirtschaften

  • Innovationsbasierte Wirtschaften

     

GEM Ergebnisse in Europa

Die Ergebnisse der Umfrage zeigen, dass die Europäische Union in zwei dieser Kategorien aufgeteilt werden kann: Effizienz basierte Wirtschaften (Kroatien*, Ungarn*, Litauen*, Polen*, Rumänien*) und innovationsbasierte Wirtschaften (Österreich, Belgien, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Irland, Italien, Lettland, Luxemburg, die  Niederlande, Portugal, Slowenien, die Slowakei, Spanien, Schweden, das Vereinigte Königreich).

Die Umfrage hat sich auf verschiedene Aspekte des Ökosystems Unternehmertum konzentriert, um einzelne Merkmale und gesellschaftliche Werte, die unternehmerisches Handeln entweder begünstigen oder behindern, zu bestimmen. Diese beinhalteten die persönlich wahrgenommenen Möglichkeiten, persönlich wahrgenommene Gründungsfähigkeiten, Angst vor dem Scheitern und Gründungsabsichten.

Die Rückschlüsse daraus zeigen, dass sich Länder der EU mit längerfristigen wirtschaftlichen Problemen bezüglich der Wahrnehmung ihrer Gründungsfähigkeiten nicht großartig von anderen Ländern unterscheiden, ihre Möglichkeiten jedoch am wenigsten wahrnehmen. In Bezug auf Gründungsabsichten ist die  TEA-Quote (Total Early Stage Entrepreneurial Activity) in europäischen Ländern mit 7,8 % am geringsten. In Wirtschaften Nordamerikas wurde sie ebenfalls als schwach befunden. Dies geht mit der Tatsache einher, dass Arbeitsplätze in solchen Wirtschaften leicht verfügbar sind, sodass Einzelpersonen trotz der persönlichen Wahrnehmung hoher Gründungsfähig- und Möglichkeiten kein eigenes Unternehmen gründen.

Die Angst vor dem Scheitern war ein großer Hemmfaktor bezüglich der Nutzung von Marktchancen und der tatsächlichen Umsetzung von Gründungabsichten. Die meiste Angst vor dem Scheitern bestand im Vergleich zu wahrgenommenen Gründungsmöglichkeiten bei Befragten aus Ländern der EU (49,7%), wobei die höchsten Werte aus Ländern wie Polen (51,1%), Griechenland (61,6%), Belgien (49,4%) und Italien (49,1%) stammen. Im Gegensatz dazu wurden die niedrigsten Werte in Kroatien (30,3%), Slowenien (29%) und Österreich (34,9%) ausgemacht.

 

 

Auch wurden gesellschaftliche Werte in Hinblick auf unternehmerisches Handeln berücksichtigt. Die Mehrheit der Europäer sieht die Unternehmensgründung im Gegensatz zu Volkswirtschaften in Nordamerika als keine gute berufliche Wahl. Nur durchschnittlich 56,9% der EU-Mitglieder sind der Meinung, dass unternehmerisches Handel eine gute Karrierewahl ist, mit der beachtlichen Ausnahme der Niederlande, wo 79,1% Unternehmertum als gute Karrierewahl sehen. Auch ist das Ansehen von Unternehmern sowie das Medieninteresse, um unternehmerische Aktivität hervorzuheben, in europäischen Ländern am geringsten.

In Bezug darauf, inwieweit die Wirtschaftsdynamik unternehmerische Aktivität beeinflusst, hat die GEM Studie 2014 gezeigt, dass Europa ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen der TEA-Quote (7,8%) und der ermittelten Unternehmenseigentum-Quote (6,7%) aufweist. Dieses Gleichgewicht könnte durch ein effizienteres Ökosystem für Unternehmensgründung, das Neueinsteiger in der Gründerwelt unterstützt, erklärt werden. Ebenso ist bewiesen, dass die EU-Mitgliedsstaaten eine angemessene Differenz zwischen der Anfängerquote und der Quote bestehender Unternehmen aus dem Wirtschaftssektor gemeinsam haben. Dies führt zu einer geringeren Quote hinsichtlich Geschäftsaufgabe in effizienzbasierten Volkswirtschaften (4,8%) und innovationsbasierten Volkswirtschaften (2,7%) im Vergleich zu faktorbasierten Volkswirtschaften in Latein-/Südamerika und Afrika (jeweils 5,4% und 14%). Als Hauptgrund für Geschäftsaufgabe wird mangelnde Profitabilität angegeben.

Eine weitere Wirtschaftsdynamik, die der GEM in seinem Bericht von2014 berücksichtigt hat, ist die Internationalisierung. Bei Early-Stage Entrepreneurs aus europäischen Volkswirtschaften konnte die insgesamt höchste Internationalisierungs-Quote mit einigen der kleinsten Länder der EU an der Spitze festgestellt werden: Luxemburg 42%, Kroatien 38%, Belgien 33% und Estland 24%.

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Kommentare

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Christian

Christian Atz

Chatterbox Explorer Evaluator Respondant Debater Influencer FACEr
Interesting statistics. Especially the separation between efficiency and innovation drivenness was new to me.
19/02/2016 0 0 1
Yolanda

Yolanda Nieto

Chatterbox Explorer Evaluator Respondant Debater Influencer FACEr
Hola! Me gusta mucho la idea de este proyecto.
08/09/2015 1 0 1
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